[:de]Wer mich kennt, weiß, dass ich Musik liebe. Schon zu Schulzeiten war ich stets derjenige, der die neuest BRAVO HITS im CD-Regal hatte. Nun, eigentlich war sie nicht wirklich im Regal, denn damals lieh man sich noch CDs und so war ich immer die erste Anlaufstelle, wenn es um die aktuellen Sampler ging.

Musik ist war Tolles. Musik kann einem so viel geben – in guten Zeiten, aber auch in schlechten. Sie prägt Stimmung oder fördert sie. Ob Party, Trauer, Chillen – all diese Situationen werden mit Musik intensiviert. Richtig dosiert, ist Musik also immer genau das, was man gerade braucht 🙂

Und genauso grandios dosiert war Musik, die ich am vergangenen Montag erleben durfte. Denn ich durfte einer fantastischen Künstlerin – besser gesagt drei fantastischen Künstlerinnen – lauschen, deren Stimmen ich vergöttere.

NYASSA ALBERTA – Multitalent und eine Stimme zum Dahinschmelzen.

img_2069Die gebürtige Niederländerin Nyassa Alberta ist aktuell in Köln im Musical “Bodyguard” als alternierende Rachel Marron sowie als Nicky Marron zu bewundern. Nyassa, die nach dem erfolgreichen Abschluss der “Jazz Musical Academy” an der “Highschool of Performing Arts” in Amsterdam Engagements in Musicals wie “Der König der Löwen”, “Sister Act”, “Aida” oder “Rocky” hatte, wagte nun am Montag ein tolles Experiment, in dem sie ihr erstes kleines Konzert in Köln gab. “Nyassa, just  me” lautete der Titel des Projekts. Ein Projekt, das “stressful, aber geil” war, wie sie mir selbst sagte. Und ja, geil war es wirklich! Das kann ich absolut unterschreiben.

Das Konzert, das in der Music Academy Köln stattfand, war restlos überfüllt. Gut, es war auch nicht so arg viel Platz in den Räumlichkeiten. Aber immerhin ausreichend, um mit vielen tollen Menschen einen grandiosen Abend verbringen zu können. Die Atmosphäre hätte persönlicher nicht sein können. Ein Großteil des Bodyguard-Ensembles ließ sich das Happening nicht entgehen, ebenso wenig wie Onita Boone, einstige Gewinnerin der Sendung “The Winner is” (Sat.1) und Vocal-Coach von Nyassa Alberta (Onita Boone veranstaltet übrigens regelmäßig ein tolles Event namens “VIP Lounge“, das jeweils am letzten Montag eines Monats im Café Noa in Köln stattfindet; da müsst Ihr wirklich hingehen!). Und auch ich durfte mir also nun an diesem Montag den wunderbaren Stimmen von Nyassa Alberta sowie Chasity Elaine Crisp und Makeda (beide ebenfalls Darstellerinnen bei dem Musical “Bodyguard”) hingeben.

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Der Sound in der Music Academy hat mir ernsthaft geflasht! So eine gute Akustik hätte ich in dem schönen Altbau-Gebäude wirklich nicht erwartet. Was ich hingegen erwartet hatte (und diese Erwartungen wurden vollends übertroffen), waren tolle Stimmen und tolle Songs. Ob Uptempo-Nummern oder Balladen – die Mädels können wirklich alles singen. Ich bin noch immer vollends begeistert und würde mir wirklich freuen, solch eine tolle Veranstaltung noch weitere Male besuchen zu können!

Dabei sind die Stimmen der drei Damen perfekt aufeinander abgestimmt. Jede hat ihren eigenen Stil, jede weiß, ihre Qualitäten zum Besten zu bringen. Jede einzelne klingt göttlich. Alle 3 zusammen – unbeschreiblich.

Nyassa Alberta fiel mir vor einigen Jahren bei “Sister Act” zum ersten Mal auf. Ich hatte das Glück, sie als “Delores van Cartier” sehen zu können und war damals schon hin und weg. Als Rachel Marron passt sie wirklich wie die Faust aufs Auge. Eine unfassbare Stimmgewalt, die ans Perfekte grenzt und die mir Gänsehaut bereitet. Sie hat Soul in der Stimme und schafft es wirklich, das man alles um sich herum einmal kurz ausblendet und einfach nur der Stimme lauscht. Für mich ist Nyassa wirklich eine unheimlich begabte Sängerin, der ich einfach gerne zuhöre. Sie singt mit einer Leichtigkeit, die einen einfach mitnimmt. Ich bin ohnehin immer überrascht, wie Menschen so unfassbar gut singen können. Die singen dann so selbstverständlich wie andere Menschen reden. Das ist für mich unbegreiflich. Aber ich bin auch kein Sänger. Werde ich auch niemals sein 😉

 

 

 

 

Chasity Elaine Crisp sah ich zum ersten Mal bei meinem zweiten Besuch des “Bodyguard”-Musicals. Sie verkörperte an dem Abend die Nicky Marron und schon beim ersten Ton war es um mich geschehen. Wirklich. Man muss dazu sagen, dass der erste musikalische Einsatz der Nicky Marron eine Szene ist, in der diese einen gesungenen Satz “nur vollende” bzw. “ergänzt”. Das ist das erste, das man von Nicky Marron gesungen hört. Und dieser eine Satz sorgte bei mir und meinen Sitznachbarn für eine einzige Reaktion: “WOW!” Dieses WOW konnte ich auch bei dem Konzert am Montag einfach nur wiederholen.

Makeda sah ich zum ersten Mal bei einem Auftritt im besagten Café Noa, bei der VIP Lounge Veranstaltung. Das war noch vor der “Bodyguard”-Zeit und auch sie hatte mich sofort. Auf eine andere Art und Weise, denn in einem Cafe zu singen, ohne dass eine große Abmischung stattfindet, ist auch eine wahre Kunst. Man merkt Makeda an, dass sie Erfahrung hat, in solchen Locations zu spielen und Live-Gigs zu absolvieren. Auch sie ist eine unheimlich begnadete Sängerin.

Die Personalie war also perfekt. Aber auch die Organisation der Veranstaltung war wirklich richtig gut – Getränke standen bereit, es gab Sitz- und (ok, gezwungenermaßen) Stehplätze. An alles war gedacht! Es war ein rundum gelungener Abend, der wirklich Spaß bereitet hat und den ich sehr genossen habe.

Also, an dieser Stelle meine eindringliche Bitte:
Die Damen, bitte nehmt ein Album auf (gemeinsam, einzeln, wie auch immer!), und ich bin der Erste, der es kauft. Ich brauche Nachschub für mein CD-Regal 😉

 

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Jürgen Fischer (“Bodyguard”, Erstbesetzung Frank Farmer) und Catherine Leclery

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2 Responses

  1. Melanie

    Sehr schön geschrieben Daniel 🙂 Alle Deine Beiträge lesen sich so leicht 🙂 Wäre ich ein Musical Fan, würde ich mich hier sehr gut beraten fühlen 🙂

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