[:de]Gayle Tufts ist eine Größe der deutschen Comedy-Szene. Doch ich muss zugeben, dass sie in meinem Freundeskreis nicht allen ein Begriff war. Dabei lohnt es sich eigentlich sehr, sich mit dem Werk dieser Lady zu befassen. Mir ist Gayle seit Jahren ein Begriff. In unregelmäßigen Abständen kann man sie im TV sehen. Mit ihrem Programm “Superwoman” ist sie aktuell auf Tour durch Deutschland (und auch in Österreich). Worum es geht? Der Name gibt es preis: Superwomen halt. Heldinnen des Alltags, Heldinnen der Vergangenheit, der Gegenwart, der TV- und Musikszene. Starke Frauen – und schwache designierte US-Präsidenten…

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Gayle Tufts und Marian Lux

Die seit 25 Jahren in Deutschland lebende, aus Brockton (Massachusetts) stammende Amerikanerin versteht es wie niemand sonst, die amerikanische Denkweise mit der deutschen Kultur in einen perfekten Einklang zu bringen. Der “Denglish”-Mix, mit dem Gayle Tufts ihr Programm spielt, ist eine grandiose und vor allem intelligente Mischung aus zwei Sprachen, die vom Klang her unterschiedlicher nicht sein könnten. Besonders deutlich wird dies bei den Gesangseinlagen. Denn die Texte sind clever arrangierte Werke, teilweise bestehend aus beiden Sprachen. Doch auch rein englische Songs werden präsentiert. Größtenteils sind die musikalischen Teile komponiert vom Komponisten und Klavierspieler Marian Lux aus Brandenburg. Offensichtlich ein hochbegabter Musiker.

Das seit September gezeigte Programm bietet einen tollen Querschnitt der verschiedensten “Superwomen” – angefangen von DER Superwoman schlechthin, Wonderwoman, über starke Frauen wie die amerikanische Freiheitsstatue oder Stars der Gegenwart wie Adele. Gedanken darüber, wie man die weibliche Brust umgangssprachlich nennt (“Möspe”? “Boobies”? Schöne Namen scheint es dafür nicht zu geben) haben ebenfalls ihren Platz. Und natürlich, wie sollte es anders sein, darf auch die “Katastrophe” Donald Trump im Programm nicht fehlen. Das ist nur konsequent, ist Gayle Tufts doch auch als USA-Kolumnistin bei n-tv tätig. Und als Amerikanerin scheint sie sich verantwortlich zu fühlen für diesen Erdrutsch 🙂 So ist es ihr im Programm ein großes Anliegen, auf die Vorzüge der USA hinzuweisen und zu zeigen “Hey, wir sind nicht nur Donald Trump!” 🙂

Gayle Tufts bietet ein sehr schönes Programm. Etwas gesetzter und weniger “in your face” als andere Comedy-Programme, ist es aber auf jeden Fall unheimlich lustig und bietet es aber für jeden was. Während man bei Comedians wie Mario Barth wohl kaum jemanden jenseits der 50 findet, ist das Publikum bei Gayle Tufts wohl kaum jünger als Ende 20. Liegt vielleicht an den Themen, die eben nicht alleine aus “Kennste, kennste… Frauen, die nicht einparken können, kennste?” bestehen. Aber das ist ja auch Geschmackssache. Und meinen Geschmack hat sie getroffen! 🙂

Thank you, Mrs. Tufts für diesen wunderbaren Abend! You are a real Superwoman!

 

Tickets könnt Ihr über den “Termine-Link” auf der Website von Gayle Tufts kaufen – guckt Ihr hier 🙂

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Fotocredit Titelbild: Pressefoto Gayle Tufts (www.gayle-tufts.de)[:]

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