Am 20.01.2017 steigt in Duisburg wieder eine Show der ganz besonderen Art: unter dem Titel “Musical Allstars” versammeln sich einige der besten Musical-Solisten und zeigen, was sie drauf haben. Und in 2018 feiert die Show Geburtstag: schon zum 10. Mal findet das Event statt.

Wer noch kein Ticket hat, sollte sich schnell welche sichern 😉 Allzu viele gibt es nicht mehr 😉

>>>Tickets für Musical Allstars<<<

Als Vorbereitung auf die Show, auf die ich mich mega freue, hatte ich Gelegenheit, ein paar der Solisten einige Fragen zu stellen. Nach dem Motto “10 Fragen an…” stehen die Stars der Geburtstagsshow hier Rede und Antwort.

Den Anfang macht die von mir unheimlich geschätzte und vergötterte Nyassa Alberta (u.a. “Bodyguard“, “Sister Act”, “Jesus Christ Superstar”)

 

Wenn Dein Leben ein Musical wäre, welches wäre es?

 

Keine Ahnung. Es ging auf jeden Fall über eine Frau, die hart arbeitet, um ihr Träume wahr zu machen und um Ziele zu erreichen. Positiv, aber auch ein wenig chaotisch!

 

Du wirst zu einer Audition eingeladen und darfst das Stück frei wählen, das Du vorträgst – gibt es ein Wohlfühlstück, das Du auf jeden Fall singst (egal, ob Pop, Musical oder anderer Bereich)?

 

Wenn ich eigenes Material mitnehmen muss, sind das meistens “Love You I Do” aus Dreamgirls oder “I‘m Here” aus Die Farbe Lila.

 

Die Proben für ein Stück sind sehr intensiv und dauern mehrere Stunden am Tag. Wie viele Ohrwürmer nimmst Du nach den Proben mit nach Hause?

 

Hängt davon ab; bei Bodyguard war es ziemlich heftig. Auch heutzutage singe ich noch Songs aus Bodyguard. Sister Act habe ich viel außerhalb die Bühne gesungen.

 

Was sind deine größten Ängste, wenn Du auf die Bühne gehst?

 

Dass ich Texte vergesse. Manchmal gibt es so Tage, wo man über ALLES nachdenken muss. Wenn ich einmal einen Versprecher hatte, brauche ich meistens ein paar Tage, bevor ich wieder entspannt in die bestimmte Szene reingehe. Bei Bodyguard habe ich manchmal sehr witzige Sachen gesungen. Mein Favorit war in “I wanna dance with somebody”, wo ich „Clock strikes upon the hour when the moon begins too shine“ gesungen habe. Ich habe dann erstmal sehr komisch geguckt und dann lachend weitergesungen. Dann merkt man auch wieder, dass auch Musicaldarsteller in erster Linie Menschen sind, haha.

 

Hast du ein Ritual bevor du auf die Bühne gehst?

 

Ich schließe meine Augen und rede ein paar Wörter mit mir. Dann atme ich tief ein und aus und los geht’s!

 

Was waren die krassesten Pannen auf der Bühne, die du jemals miterlebt hast?

 

Bei Bodyguard war es so dass die Shows wo Showstopper vorgekommen sind, meistens die Shows waren, in denen ich Rachel gespielt habe. Da gibt es ganz viele, einmal bin ich am Anfang der Show nicht rechtzeitig runtergekommen, weil die Sliders nicht aufgingen, die Nummer ging dann los, als ich noch runtergekommen bin. Ich hatte auch mal in “I will always love you”, dass der Lift schon ein Stückchen hochgegangen ist ohne mich, ich bin dann mit dem Kleid drauf geklettert, dann ging es wieder runter und dann im richtigen Moment wieder hoch. Ich frage mich noch immer, wie ich damals den Song normal zuende gesungen habe!

 

Was sind Deiner Meinung nach die größten Unterschiede der Musicalszenen in Deutschland, UK und den USA?

 

In der UK und USA sind die Darsteller meistens “triple threats” – das heißt, sie können gut singen tanzen und schauspielen. Sie arbeiten auch hart denn die Konkurrenz ist dort viel größer als hier. Hier sind die meisten Leute nicht so vielfältig ausgebildet und die Auswahl ist hier viel kleiner.

 

Kannst Du Dir vorstellen, selbst ein Musical zu schreiben?

 

Nein, nicht wirklich. Ich habe früher mal kleine Sketches oder Monologe geschrieben, aber ein ganzes Musical… weiß ich nicht. Ich möchte aber versuchen, vielleicht mal eigene Songs zu schreiben. Wer weiß!

 

Welche Geschichte sollte Deiner Meinung nach zu einem Musical gemacht werden?

 

Puh, schwer… Ich bin ein “sucker” für Drama-Geschichten; Die Farbe Lila oder auch Memphis fand ich großartig. Ich habe den Film Hidden Figures mit Taraji P Henson gesehen, das wäre vielleicht ne geile Geschichte, um sie auf die Bühne zu bringen.

 

Immer mehr Musicals werden verfilmt. Findest Du das gut oder schlecht? Denkst Du, dass dies dazu führt, dass mehr Menschen das Musical live sehen wollen oder sich generell mehr für Musical interessieren?

 

Ich glaube schon, dass das Interesse am Musical dadurch wachsen kann. Ich kenne viele Leute, die Musicals erstmal gar nicht mögen oder noch nie eins gesehen haben. Es ist für Leute einfacher und billiger, einen Film anzuschauen. Wenn das dann ein Musical-Film ist, kann ich mir vorstellen, dass sie dann vielleicht das Musical auch mal live sehen wollen. Eigentlich witzig, denn sie haben natürlich oft Musicals aus Filmen gemacht, und jetzt drehen sie das oft um.

Dir hat der Beitrag gefallen? Spread the word 😉

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.