Wenn ich ganz ehrlich bin (und auf die Gefahr hin, dass ich mich bei dem Einen oder Anderen unbeliebt machen könnte) – der größte Fan von Jessie J war ich bislang nie. Auf die Idee, mir selbst Karten für das Konzert in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle zu kaufen, wäre ich wohl eher nicht gekommen. Für mich war Jessie J stets eine Künstlerin, der man im laufenden Radioprogramm gut lauschen kann. Ja, den einen oder anderen Song speicherte ich auch in meiner Spotify-Liste. Aber ein ganzes Album befindet sich weder dort noch in meinem CD-Regal (und der Herrgott weiß: in diesem Regal befinden sich – leider – ganz andere Exemplare von “Künstlern”, an die man gar nicht mehr denken mag; ich war jung und brauchte die “Musik” 😛 ).

 

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Doch nach dem gestrigen Abend habe ich das leichte Bedürfnis, meine CD-Sammlung und/oder Spotify-Liste um ein paar Jessie J-Alben zu erweitern. Es mag der Tatsache geschuldet sein, dass ich nicht mit den größten Erwartungen in das Konzert hineingegangen bin (ja, steinigt mich, ich weiß). Umso größer ist aber die Begeisterung, mit der ich die Halle verlassen habe. Und entsprechend glücklich bin ich, dass mich meine hochgeschätzte und geliebte Sabrina fragte, ob ich Sie zum Konzert begleiten wolle.

 

“Life is nothing but a dream”

Jessie J hat es geschafft, die Athomsphäre in der Halle mit einem sehr persönlichen Aspekt zu einem Wahnsinns-Erlebnis zu machen. Einer der Dreh- und Angelpunkte war ihr Song “Who you are”, der nicht zuletzt aufgrund des bewegenden Intros von Jessie (Ihr Vater sei, so entschuldigte sie sich, Therapeut) bei dem einen oder anderen in der Masse für Tränen sorgte. Was nimmt man aus dem Intro und dem Song mit? Ganz einfach: lebe so, wie Du willst und wie Du bist. Sei Du selbst und genieße Dein Leben. Und die (kleinen und großen) Fehler, die Du bei Dir siehst, die sind das, was Dich auszeichnet. Sie machen Dich letztlich aus. Und es ist ok, nicht ok zu sein.

“Ich bin nicht perfekt. Und ich will es auch gar nicht sein!”. Klare, ehrliche Worte einer Jessie J, die ich so nicht erwartet hätte. Denn ich hatte von Jessie J stets das “Bang Bang”-Bild im Kopf. Irgendwie war sie mir oft als Person zu crazy. Nun weiß ich warum (“Mein Vater ist Therapeut. Das erklärt vielleicht, warum ich so verrückt bin.”).

Auch die Interpretation von “Who you are” zweier im Publikum ausgesuchter Herren (wer ist eigentlich dafür verantwortlich, dass ICH keinen geraden Ton rausbekomme, wenn ich versuche zu singen?) trug seinen Teil dazu bei, denn die Versionen der beiden sorgten für ebenso starke Gefühls- und Jubelausbrüche.

 

“Masterpiece”, “Do it like a dude” oder “Bang Bang” (mit dem sie ihre Show beendete) taten ihr Übriges. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen 😉

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Jessie J / “I have nothing”

Mein persönliches Highlight war jedoch Jessies Interpretation des Songs “I have nothing” von Whitney Houston aus dem Film Bodyguard. Der absolute Wahnsinn, den ich so nie erwartet hätte.

Mein Fazit: ich bin geflasht. Einfach begeistert. Und ich kann nur jedem dazu raten, sich ein Konzert dieser grandiosen Frau anzusehen. Ich liebe es, wenn Künstler publikumsnah bleiben. Und insbesondere, wenn sie auf Fans im Publikum eingehen, sie teilweise sogar wiedererkennen (ich erkenne ja nicht einmal meinen Postboten wieder) und einfach natürlich und real sind und bleiben. Und darf ich bitte noch die beiden Background-Sängerinen erwähnen, die ich seit gestern liebe? 😀 Und die Band, die ich auch liebe? 😀

Ein Dank auch an meine liebe Sabrina, die uns in der ganzen Masse sehr cool platziert (was bei freier Platzwahl eher schwierig ist, wenn man quasi Teil des Grüppchens ist, das als letztes die Halle betritt) und dadurch diese unglaublich coolen Fotos ermöglicht hat 🙂

Danke, Jessie J, für dieses Konzert und diesen grandiosen Abend – ich bin dann jetzt erstmal meine Spotify-Playlist updaten! 🙂

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Über den Autor

Daniel schreibt über Events, Shows, Musicals - und all den ganzen Kram, der damit zu tun hat.

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