Im Live-Event-Bereich gibt es ja verschiedenste Möglichkeiten, als Künstler mit seinem Publikum zusammenzukommen. Da gibt es die großen Hallen, die der Künstler mit tausenden Fans füllt und wo eine pompöse, effektvolle Show gezeigt wird. Es gibt die eigens gestalteten, in manchen Fällen sogar eigens für das Stück gebauten Theater, die durch die Gestaltung wie die Faust aufs Auge zum Stück passen. Oder auch die Clubkonzerte, in denen eine nicht allzu große, noch überschaubare Menge an Fans dem Künstler lauschen und dabei feiern. Und dann gibt es sogenannte Studiokonzerte. Das sind solche, die in kleinen Tonstudios stattfinden und wo quasi nur eine “Handvoll Menschen” dabei sind. Netter Nebeneffekt bei diesen Konzerten ist oft die Möglichkeit, direkt einen Live-Mitschnitt anzufertigen. Während ich die ersten 3 der genannten Kategorien schon mehrfach erleben konnte, bot sich für mich – dank Sound of Music Concerts und Art & Soul Management – die Möglichkeit, meinem ersten Studiokonzert beizuwohnen: Michaela Schober lud zur gemeinsamen Reise auf der Straße der Erinnerung ein. Und ich sprang auf den Bus auf, der diese Straße an eben jenem Abend befuhr.

Schon die Atmosphäre beim Betreten des Studios war unglaublich: das Ganze war sehr familiär, und irgendwie fühlte man sich sofort heimisch. Michalea Schober und die anderen Akteure (sie wurde von einem großartigen Pianisten und einem grandiosen Solisten begleitet – dazu gleich mehr) standen inmitten des Studios und begrüßten die hereinkommenden Gäste. Familienmitglieder waren dort. Es hatte alles etwas sehr Intimes und Freundschaftliches.

Das Studio selbst – das KOnzert fand in den Tresohr-Studios in Oberhausen statt – war ideal für das Event. Der Hauptraum war bestückt mit Stühlen und Bänken sowie Stehtischen. Im Nebenzimmer gab es die Garderobe und Getränke. Für alles war gesorgt. Jetzt noch schnell einen Platz suchen und schon konnte es losgehen.

Und was uns da an diesem Abend geboten wurde, war wirklich grandios.

Michaela Schober durfte ich bei einem Jan Ammann-Konzert als Special Guest vor einigen Monaten das erste Mal überhaupt erleben. Seither konnte ich mich von Ihren Künsten u.a. auch beim Mitternachtsball überzeugen. Die Frau hat wirklich eine unfassbar tolle und ausdrucksstarke Stimme und kann damit unglaublich gut umgehen. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert davon, wie emotional und ergreifend sie die Songs interpretiert und rüberbringt.

 

Michaela Schober – Auf der Straße der Erinnerung

Das Motto des Abends war “Auf der Straße der Erinnerung” – genauso heißt auch der Live-Mitschnitt, den es auf CD ab dem 16.12.2017 zu kaufen gibt. Michaela Schober nimmt uns an diesem Abend auf eine Reise durch ihr Leben mit. Wir alle kennen das ja: bestimmte Songs, besondere Melodien erinnern uns an vergangene Zeiten, an Geschichten und Erlebnisse aus unserer Vergangenheit. Oft auch an bestimmte Menschen, die wir nicht vergessen möchten. Und getreu diesem Motto bietet Michaela Schober uns einen großartigen Querschnitt durch ihre ganz persönlichen Erinnerungen – vom Badesamstag, den sie als Kind erlebte (solche Badetage kennen wir sicher alle, oder? Bei mir war es jedoch der Sonntag), bis hin zu ihrer jüngsten, ganz frischen Erinnerung: dem Mama-Sein.

Dieses Einbetten in persönliche Aspekte macht das  Event noch intimer als es ohnehin schon ist. Man fühlte sich nicht nur räumlich, sondern auch mental mit Michaela sehr verbunden. Solche Gefühle schafft keine große Halle, kein Theater und auch kein Club-Konzert. Solche Emotionen entstehen durch etwas Reines und etwas Greifbares. Begleitet wird Michaela Schober an diesem Abend ausschließlich von einem Pianisten. Macht das ganze noch persönlicher, noch intimer. Denn dadurch ist es auf das Wesentliche reduziert. Kein großes Orchester, kein Playback, keine Band – nur der Pianist, der grandiose Mario Stork. Und was soll ich sagen? Der Mann hat es auch wirklich drauf. Gefühlvoll untermalte er Michaelas Gesang mit seinen Piano-Künsten. Nichts lenkt von der Stimme ab. Keine Effekte, keine Choreographie. Alles ist zu 100% rein und echt. Authentisch. Nichts ist übermalt oder überspitzt. Es ist einfach 100% Michaela Schober. Und das erfüllt und packt. Ganz gleich, welches Lied sie singt, sie holt mich ab. Holt mich ab und führt mich durch ihre ganz eigenen Erinnerungen. Michaela Schober versteht es wirklich, ihre Emotionen in die Songs zu packen! Chapeau! Ich bin wirklich begeistert.

Für mich eine der Überraschungen des Abends: Jan Rekeszus, der aktuell in Footloose in Darmstadt zu sehen ist. Ich kannte ihn bis zu diesem Tage nicht und bin bis heute absolut geflasht! So eine grandiose, warme und gefühlvolle Stimme. Ich erwische mich an dem Abend selbst, wie ich komplett paralysiert da sitze und mit offenen Augen und heruntergeklappter Kinnlade den Songs lausche, die er alleine oder auch gemeinsam mit Michaela Schober präsentiert. Und das gleich mehrfach. Die Stimme ist einnehmend. Im positiven Sinne. Sie umhüllt sofort und trägt mich als Zuschauer bzw. Zuhörer durch den Song, lässt mich jedes Wort glauben. Emotionen pur. Und eine unübertreffliche Wärme, die ich so bislang nur äußerst selten gehört habe. Absolutes Highlight: “Gold Gold auf schwarzen Wassern”, das beide im Duett sangen. Lieber Jan Rekeszus, ich bin ein neuer Fan!

Von Michaela Schober bin ich seit dem Ammann-Konzert in diesem Jahr ohnehin schon Fan. Und wie mir dieses Konzert zeigen sollte, auch absolut zu Recht! Was die beiden, gemeinsam mit dem Pianisten, da in Oberhausen prasentierten, war ein absoluter Wahnsinn!

Ich kann nur schwer in Worte fassen, wie sehr mir das Konzert gefallen hat. Was mir aber wesentlich leichter fällt: es jedem wärmstens ans Herz zu legen. Genau wie die CD, die an diesem Abend aufgenommen wurde und die am 16.12.2017 in den Handel kommt. Kauft sie Euch und holt Euch ein Stück dieses schönen und intimen Abends nach Hause.

Und wer das Event selbst erleben möchte, der kann das! In Stuttgart. Denn dort findet es noch einmal am 14.02.2018 im Rosenau Stuttgart statt. Live. Und auch wieder mit Jan Rekeszus als Special Guest! Tickets bekommt Ihr ab sofort unter www.soundofmusic.de. Geht hin, wenn Ihr könnt. Es lohnt sich!!!

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