Jeder kennt diesen Song. Den Song, der die Stadt der Städte zum Thema hat. Nein, ich meine nicht „New York“ von Alicia Keys. Aber die Tendenz ist schonmal richtig, denn ich spreche schon von eben dieser Stadt. Es geht um „New York, New York“ von Frank Sinatra. Unzählige Male gecovert, gehört „New York, New York“ zu den größten und bekanntesten Hits ever. Und genauso bekannt dürfte Frank Sinatra sein. Mit der Produktion „A Tribute to Frank Sinatra & Friends“ tourt derzeit eine Show durch die Lande, die der Bekanntheit und Beliebtheit von Frank  Sinatra Rechnung trägt. Doch nicht nur er wird auf der Bühne portraitiert, sondern auch zwei seiner wohl berühmtesten Fans und Gesangskollegen: Dean Martin und Sammy Davis Junior.

Und ja, ich weiß, welchen Ruf Tribute-Shows teilweise haben. In manchen Fällen werden sie diesem zweifelhaften Ruf auch gerecht. Sehr oft überrascht aber auch die Qualität von Tribute Shows (wie zB bei der Tina-Turner-Tribute-Show, die ich vor einiger Zeit im Colosseum sah, und die auch bald wieder im Capitol in Düsseldorf zu sehen ist). Und auch hier ist die Qualität der Show wirklich sehr hoch!

Die Briten Stephen Triffitt (Frank Sinatra), Mark Adams (Dean Martin) und George Daniel Long (Sammy Davis Jr.) verkörpern die 3 großen Stars der 50er und 60er Jahre – und sie machen das auf eine ganz wunderbare Art.

Ich selbst bin großer Fan der ruhigen Jazz-Klänge von Sinatra und seinen Kollegen. Ich mag diese Musik, die natürlich absolut nicht jedermanns Geschmack ist. Als ich meine Mutter fragte, ob sie die Show nicht mir zusammen sehen wolle (und ich war sicher, dass gerade sie diese Musik mögen würde), bekam ich nur ein „Ich kann Frank Sinatra nicht ausstehen“ als Antwort 😀  Und ich war mir so sicher, dass niemand sonst besser als Zuschauer in diese Show passen würde 😀 So kann man sich täuschen.

Wem also die Klänge von Sinatra und Co. Gefallen, der wird in dieser Produktion voll auf seine Kosten kommen. Schnell hat man vergessen, dass die auf der Bühne stehenden Solisten „nur“ Schauspieler (und natürlich Sänger) sind, die die Großen dort imitieren. Denn sie machen das so grandios, dass man glaubt, tatsächlich das echte „Rat Pack“ (unter diesem Begriff war die Kombo weltweit bekannt) auf der Bühne zu sehen – was natürlich nicht möglich ist, aber die Illusion besteht.

Nicht nur die Stimmen werden hier perfekt in Szene gesetzt und stimmen mit den Originalen täuschend ähnlich überein, nein, auch die Marotten und Eigenheiten der Charaktere werden gekonnt imitiert und teils parodiert. Ich wusste nicht, dass Dean Martin so ein Alkoholproblem hatte 😀

Die Show kommt ohne separaten Moderator oder Hintergrundgeschichte aus. Stattdessen führen die 3 Solisten selbst durch das Programm, sagen sich gegenseitig an und präsentieren ihre größten und bekanntesten Hits. Und ich bin nach wie vor begeistert. Jeder Ton sitzt, jede Geste und Eigenart des jeweils dargestellten Charakters ebenso. Alles ist stimmig und rund und ich bin während der Show begeistert, wie perfekt dieser Gesang ist. Und er geht allen 3 so einfach über die Lippen. Kennt Ihr das, wenn da jemand auf der Bühne steht, der so singt als würde er Small-Talk halten? Michael Bublé kann das bspw. ganz gut. Diese Menschen halten das Mikrophon so entspannt und machen kaum den Mund auf, bringen aber eine unfassbare Stimmgewalt und Energie rüber, dass ich wirklich nur staunen kann. Und genau das schaffen auch die 3 Solisten dieser Show.

Natürlich dürfen auch Background-Sängerinnen nicht fehlen. Und auch diese machen Ihre Sache absolut grandios. Eine der Sängerinnen tritt im weiteren Verlauf der Show auch als Sinatras Tochter Nancy auf, um u.a. gemeinsam mit ihrem Vater „Something stupid“ zu singen, eines der Highlights der Show.

Foto: Andy Juchli

Foto: Andy Juchli

Worauf ich an dieser Stelle aber auch explizit hinweisen möchte, ist die unfassbare Qualität der Band. Sie bringen den Sound der Sixties so perfekt rüber, dass man wirklich glaubt, man sei in der Zeit zurückgesprungen. Wahnsinnig tolle Musiker, die genau wissen, was sie tun und die ihr Handwerk verstehen.

Bei dieser Show ist das gesamte Bild stimmig – von den Kostümen über die Frisuren, den Choreografien und natürlich auch den Stimmen ist alles rund. Die Show hält, was sie verspricht: sie zollt den 3 Größen Tribut. Und das macht sie sehr respektvoll, hochwertig und mit viel Humor. Denn nicht nur einmal muss man laut lachen, wenn die Solisten sich gegenseitig anmoderieren oder Dialoge auf der Bühne halten. Die Zeit verfliegt während der Show und auch wenn ich zunächst dachte „Ok, wow, das sind viele Songs, das wird eventuell ein langer Abend“, als ich die Setlist sah, die bei meinem Pressematerial beilag, so muss ich sagen, dass ich nicht eine Sekunde kang gelangweilt war und die Zeit wirklich schnell verging, was ja immer ein gutes Zeichen ist

Mein Fazit: wem die Musik von Sinatra gefällt, der sollte sich diese Show wirklich ansehen.

„A Tribute to Frank Sinatra & Friends“ wird noch an folgenden Terminen gespielt:

19.01.2019 / 20:00 Uhr / Dresden Konzertsaal im Kulturpalast
20.01.2019 / 19:00 Uhr / Kempten bigBOX Allgäu
22.01.2019 / 20:00 Uhr / Leipzig Gewandhaus zu Leipzig
23.01.2019 / 20:00 Uhr / Mannheim Rosengarten – Mozartsaal
24.01.2019 / 20:00 Uhr / Hannover Theater am Aegi
25.01.2019 / 20:00 Uhr / Heilbronn Konzert- u. Kongresszentrum Harmonie
26.01.2019 / 20:00 Uhr / Würzburg Congress Centrum Würzburg
27.01.2019 / 19:00 Uhr / Dortmund Konzerthaus

Mehr Infos zur Show findet Ihr hier. 

Foto: Andy Juchli

Foto: Andy Juchli 

 

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